Heiß auf Eis-Patisserie – Dessert ganz ohne Backen

Eis-Patisserie Desserts

Credit. www.lidl.de

Eis  – das beliebteste Dessert des Sommers

Weil wir auch bei Jubelwetter nicht auf unser (h)eis(s) geliebtes Dessert verzichten wollen, zeigt euch hier ein Experte, mit welcher Überraschung er Gaumen und Herzen erobert. Und weil nicht jeder in Berlin vorbeikommt, haben wir dem noch ein Do-it yourself Rezept als Überraschung hinzugefügt. Eis, Eis Baby – da dreht selbst eure Torten-Platte eine Freudenrunde!

Nico Robert ist gelernter Koch, heute macht er sich als Eis-Patissier einen Namen. Dazu arbeitet Nico nicht mit Torte und Törtchen, sondern ist sein eigener Dessert-Chef . Wir haben den Besitzer des Hokey Pokey in seinem Prenzlberger Eis-“Labor” nach dem Dessert-Trend – oder besser Trend-Dessert – des Sommer befragt:

Experte für Eis-Patisserie

Credit: Eis-Dessert-Experte Nico Robert

1. Nico, was genau ist Eis-Patisserie?

N.R.: „Patisserie ist französisch und kommt von patisser, was soviel wie „kneten“ bedeutet. Es hat also nicht unbedingt etwas mit Kuchen oder Torte zu tun. Unsere Eis-Manufaktur stellt ein umfangreiches Sortiment an hochwertigen Klassikern, ungewöhnlichen sowie der Jahreszeit entsprechenden Sorten her – ohne Verwendung von Konservierungs-, künstlichen oder naturidentischen Farb- und Geschmacksstoffen.”

2. Und wie kamst du darauf?

N.R.: „Die Liebe zur Patisserie war in meinem Fall vor allem eine frühe: Mit acht Jahren hab ich meinen ersten Marmorkuchen, mit 11 meine erste Schwarzwälder Kirsch-Torte gebacken. In den letzten zwölf Jahren habe ich mich dann quer durch die Spitzengastronomie gekocht u.a. im Ritz Carlton in Berlin und Suvretta House in St. Moritz. Nachdem ich als stellvertretender Geschäftsführer die Eis-Manufaktur „Vanille & Marille“ in Berlin-Kreuzberg mit aufgebaut hatte, war es Zeit für was Eigenes. Das Hokey Pokey haben wir am 1. Juni 2011 in Prenzlauer Berg eröffnet.”

(Pr)eis-Überraschung: Eine Kugel kostet 1 Euro

3. Was unterscheidet Hokey Pokey von der Gelateria um die Ecke?

N.R.: „Wir wollen unseren Gästen Eis anbieten, dass Spaß macht. Das in Erinnerung bleibt. Und das die Lust am Geschmacksfeuerwerk entfacht. Zu den Lieblingsgeschmäckern gehören u.a. so klassische Sorten wie Vanille oder Schokolade. Große Sorgfalt und die Liebe zum Detail steckt in jeder unserer Eiskreationen. Unsere Vanille etwa kaufen wir direkt vom Hersteller in Paris, sie kommt von den Bourbonen oder aus Tahiti.”

“Dass es sich lohnt, auf wertvolle Rohstoffe zu setzen, bewahrheitet sich natürlich auch bei anderen Sorten wie Butterkaramell mit portugiesischem Meersalz, Walnuss mit karamellisierter Feige, Monilia-Nugat mit Aprikose – über die Eis-Qualität entscheiden die Details. Und die unterscheiden uns von anderen!”

Eissorten

Credit: www.hokey-pokey.de

Überraschung-Sorten v.r.n.l.: Himbeer-Mascarpone mit Honig und Meringues, Weiße Schokolade mit Passionsfrucht, Erdbeer Rhabarber mit Crème fraîche, Rocky Road – karamellisierte Pekannüsse, Marshmallows und Schokolade

4. Was würdest du als Trend dieses Sommers bezeichnen?

N.R. “Wir folgend keinen flüchtigen Trends. Auf eine Knoblauch-, Oliven- oder Spargel-Eis-Überraschung verzichten wir gerne. Lieber übernehmen und verbessern wir auch ganz alte, traditionelle Eisrezepte. Unsere namensgebende Sorte „Hokey Pokey“ ist so ein Kandidat: das Rezept stammt aus einer neuseeländischen Zeitung von 1926. Die Sorte „Rocky Road“ kommt wiederum aus Auckland, Kalifornien, wo man 1927 das Schokoladeneis mit Marshmellows und Nüssen vermischt hat. Und weil ein gutes Sorbet keinesfalls zu verachten ist, haben wir uns auch dafür leckere Rezepte ausgedacht. Herausgekommen sind klare Geschmäcker, die ohne Milch oder Sahne ganz für sich stehen.“

4. Und was machst du im Herbst bzw. Winter?

N.R. “Wir passen das Sortiment an bzw. erweitern es. Um unsere Kunden auch bei niedrigen Temperaturen glücklich zu machen, bieten wir karamellisierte Nüsse, warme Kompotte, backfertige Soufflés und, in Zusammenarbeit mit einer Berliner Schoko-Manufaktur, auch selbst gemachte Schokolade an. Die beliebtesten acht Eissorten gibt es außerdem im 550ml To-Go Becher zum mitnehmen. Für auf die Couch!

5. Was ist dein persönliches Lieblings-Dessert?

N.R. “Wie groß ist die Überraschung, wenn ich jetzt „Eis“ sage?

Eis-Patisserie

Credit: www.hokey-pokey.de

6. Vervollständige diesen Satz: Eis zwischen zwei Waffelhälften…

“…hmmmm. Da fällt mir spontan der Klassiker “Eis-Sandwich” ein. Natürlich gibt es auch große Eishersteller, die für ungewöhnliche Sorten bekannt sind. Mein Motto lautet allerdings: Das Leben ist zu kurz für Mittelmaß“.

Recht hat er. Deshalb kreiert euer eigenes Torte-Begleit-Dessert. Wie?  Überraschung: Hier kommt das “Eis-Sandwich” neu aufgelegt. Als Blaubeer-Traum. Entdecke die Möglichkeiten!

Blaubeer-Eis-Sandwich

 Zutaten für 12 Stück:

  • 200 g Milbona Schlagsahne
  • 200 g Blaubeeren
  • 2 Eier
  • 70 g Puderzucker
  • abgeriebene Schale von ½ Limette
  • 120 g Fin carré Alpenvollmilchschokolade
  • 24 Sondey Butterkekse (ca. 180 g)

  Zubereitungszeit:

  • ca. 40 Minuten (plus Gefrier- und Trockenzeit)

  Nährwerte:

  • Bei 12 Portionen pro Portion ca. 217kcal/911kJ, 3gr Eiweiß, 11gr Fett, 26 gr Kohlenhydrate

Anleitung:

  • Sahne steif schlagen und kühl stellen. Blaubeeren waschen, gut abtropfen lassen. Eier trennen (Eiweiß anderweitig verwenden).
  • Eigelb und Puderzucker mit einem Handrührgerät über einem heißen Wasserbad ca. 5 Minuten dickschaumig und hell aufschlagen. Vom Wasserbad nehmen, unter Rühren kurz abkühlen lassen.
  • Limettenschale, Sahne und Beeren unterheben und Masse in eine eckige Frischhaltedose füllen. Verschließen und mind. 5 Stunden, besser über Nacht tiefkühlen.
  • Schokolade hacken und über dem heißen Wasserbad schmelzen. Kekse auf einer Seite damit bestreichen und fest werden lassen.
  • Vor dem Servieren das Parfait aus dem Gefrierschrank nehmen und ca. 5 Minuten antauen lassen. Dann in 12 Stücke schneiden, jedes Eisstück zwischen 2 Schoko-Kekse setzen und sofort servieren.

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