Kleine Food Olympiade: 7 Glücklichmacher aus Brasilien

7 Glücklichmacher aus Brasilien

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Kleine Food Olympiade: 7 Glücklichmacher aus Brasilien

Brasilien hat eine vielfältige und faszinierende Esskultur: ein bunter Mix, gewachsen aus der Geschichte des Landes. In Zeiten der Kolonisation trafen die Essgewohnheiten der indigenen Volksstämme auf die der Afrikaner und der eingewanderten Europäer. Zuletzt ist vor allem der nordamerikanische Einfluss gewachsen. Zur Fußball WM haben wir euch brasilianische Snacks und Drinks vorgestellt. Jetzt schaut die Welt wieder nach Brasilien. Vom 5.-21. August werden in Rio de Janeiro die 31. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit ausgetragen. Weil wir glauben, dass Olympia anders zelebriert wird als Fussball, haben wir nach dem gesündesten Ausschau gehalten, was Brasiliens Garten Eden zu bieten hat.

1. Die Açaí Beere

Die Açaí Beere sieht aus wie eine Heidelbeere

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Das tropische Klima Brasiliens lässt eine Vielzahl von Pflanzen und Früchten gedeihen. Einige davon, wie Kirschen oder Pflaumen, gibt es auch bei uns. Andere, wie Mangos, Avocados und natürlich Kaffee, importieren wir aufwendig.

Darunter mittlerweile auch die Açaí Beere – Assa-i ausgesprochen. Sie sieht aus wie eine Heidelbeere, ist aber die Frucht der tropischen Kohlpalme. Drei bis sechs Kilogramm der Açaí Früchte wachsen an einem Pflanzenzopf. Das Aroma der Beeren überrascht den Genießer, denn es erinnert an Nüsse und Schokolade. Nach der Ernte ist die Açaí Frucht leicht verderblich und wird für den Handel nach Europa meist zügig als Saft, Pulver oder Mus verarbeitet. Durch ihre geballte Ladung von Antioxidantien sind Açaí sehr nahrhaft. Außerdem hat die Beere einen hohen Fettanteil und viele Kalorien, weshalb sie sieben Mal mehr Energie als Milch liefert – bei gleicher Menge!

2. Kokoswasser

Kokoswasser kommt aus der grünen, unreifen Kokosnuss

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In Europa noch als Trendgetränk verschrien, hat Kokoswasser bereits seit Jahrzehnten einen festen Platz im Alltag der Brasilianer. Getrunken wird es dort nicht wie bei uns neuerdings in der Flasche oder im Tetra-Pak, an den brasilianischen Stränden gibt es das erfrischende „Agua de Coco“ direkt aus der aufgeschlagenen Frucht. Kokoswasser kommt aus der grünen, unreifen Kokosnuss – nicht zu verwechseln mit den ausgereiften braunen Früchten. Das leicht milchig aussehende Wasser hat keinen besonders intensiven Geschmack und unterscheidet sich auch darin von reichhaltiger Kokosmilch, die aus dem weißen Fleisch der reifen Frucht gewonnen wird. Im Gegensatz zur Milch hat Kokoswasser kaum Fett und entsprechend wenig Kalorien, dafür aber einen hohen Anteil an Mineralstoffen und eine hydrierende Wirkung.

3. Matetee

In frischen Mate-Blättern ist bis zu 1,7 % Koffein enthalten

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Mate kann man als Schwester des Kaffees bezeichnen. Kein Wunder, der koffeinhaltige Trunk wurde schon vor der Kolonialisierung von den Ureinwohnern Südamerikas geschlürft. In den frischen Blättern des Mate Strauches, der zur Gattung der Stechpalmen zählt, sind bis zu 1,7 % Koffein enthalten, weshalb sich Mate anregend auf unseren Organismus auswirkt. Von den Nerven, über die Muskeln bis hin zum Kreislauf und Stoffwechsel, alles soll nach dem Genuß von Mate etwas schneller funktionieren.

Der dickflüssige Aufguss ist gelbgrün und enthält abhängig von der Stärke Koffein, Theobromin, Chlorophyll, Gerbsäure, ätherisches Öl und Vanillin sowie die Vitamine A, B1, B2 und C. Mate-Tee schmeckt ebenso erdig wie rauchig, süß wie säuerlich und ist tatsächlich ein prima Kaffee-Ersatz.

4. Zuckerrohrsaft

Zuckerrohrsaft wird in Brasilien “Caldo de Cana” genannt

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Dieser Saft besteht – welch Überraschung – hauptsächlich aus Zucker. Und schmeckt doch nicht süß, sondern angenehm herb. Er ist reich an Calcium, Eisen und Magnesium, liefert Ballaststoffe, verhindert Entzündungen im Körper, beugt Heißhungerattacken vor und regt den Stoffwechsel an. Dennoch sollte man den Saft nur in kleinen Mengen zu sich nehmen. Eben wegen des hohen Zuckergehaltes. Um Zuckerrohrsaft zu gewinnen, werden die Fasern der Zuckerrohrstangen zerkleinert und ausgepresst. Im Anschluss wird der Saft filtriert. Wir kennen Rum als weiteres Produkt aus diesem Fertigungsprozess.

In Brasilien gibt es auf jedem Obst- und Gemüsemarkt frisch gepressten Zuckerrohrsaft – auch “Caldo de Cana” genannt. Probiert das mal mit einem Schuß Limettensaft dazu.

5. Maniokmehl

Maniokmehl wird in Brasiliens Nationalgericht, der Feijoada, verwendet

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Die älteste europäische Beschreibung von Maniok stammt aus dem Jahre 1494. Die Spanier stießen in der Karibik und die Portugiesen im heutigen Brasilien auf die Pflanze mit den riesigen, zunächst für giftig gehaltenen Wurzeln. In den mittel- und südamerikanischen Kolonialgesellschaften erlangte das auch bei tropischen Temperaturen haltbare Maniokmehl schnell große Bedeutung für die Ernährung der Siedler und Sklaven. Während das fruchtbare Land zum Zuckerrohranbau genutzt wurde, bepflanzte man weniger fruchtbare Äcker mit Maniok und sicherte so den Proviant. Heute wird Maniokmehl nach wie vor in Brasiliens Nationalgericht, der Feijoada, verwendet oder für landestypische Käsebrötchen und anderes traditionelles Gebäck.

6. Sternfruchtshake

Sternfrüchte werden auch Karambola genannt

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Sternfrüchte, auch Karambola genannt, bestehen zum größten Teil aus Wasser und sind daher kalorienarm. Zugegeben: Die ursprüngliche Heimat der Sternfrucht ist Südostasien. Außer als Lebensmittel diente sie hier auch zu Heilzwecken. Heute kultivieren Menschen Sternfrüchte vor allem in den Tropen und Subtropen. Also auch in Brasilien. Das hübsche fünfzackige Obst kann wie ein Apfel mitsamt der Schale gegessen werden. In Scheiben geschnitten eignet sich die Sternfrucht als Verzierung für Desserts, Torten und Cocktails. Auch Kompott, Konfitüre oder erfrischende Shakes lassen sich aus den Südfrüchten herstellen.

7. Guaraná

Die koffeinhaltigen Samen der kleinen roten Guarana-Beeren liefern viel Energie und erhöhen so Konzentration und Wachsamkeit

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Ihr kennt doch sicher das träge Gefühl, das sich im Körper bei tropischer Hitze ausbreitet? Wir werden müde und möchten uns am liebsten nicht mehr bewegen. Genau diese Temperaturen herrschen vorwiegend in Brasilien, weshalb das Land, genauer: das indigene Volk der Guaraní, neben Mate und Kaffee, einen weitere Muntermacher entdeckt hat. Guaraná ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Seifenbaumgewächse. Die koffeinhaltigen Samen der kleinen roten Beeren kommen häufig als Nahrungsergänzungsmittel, Pulver, Pillen oder Zusatz in Getränken zum Einsatz, liefern ebenso wie die Açaí Beere viel Energie und erhöhen so Konzentration und Wachsamkeit.

 

Ihr merkt also, mit diesen brasilianischen Früchtchen komm ihr gut und vor allem fit durch den Tag, an dem dann sicher auch noch Zeit zum Olympiagucken ist.

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