Meine Oma hat immer gesagt: “Auch Blumen lieben Kaffee”

Blumen in der Kaffeetasse

Credit: Thinkstock

Kaffee und Blumen kommen auf so viele Weisen zusammen, sie können beste Freunde sein.

a, bei Besuch, der als Gastgeschenk Blumen mitbringt
b, bei Besuch, für den ihr den Tisch mit Blumen dekoriert
c, als Blumen-Muster auf Milchschaum Trick
d, als Papier-Blumen aus Filtertüten

und zu sehr guter Letzt als Blumen-Dünger!

Kurzum: Die Talente von Kaffee-Satz reichen über das Orakel des Kaffee-Satz Lesens hinaus, das seit der Erfindung des Kaffee-Filters selbst bei erlesenem Besuch an Praktikabilität eingebüßt hat. Ersteres wusste schon Oma und beglückte den Boden ihrer geliebten Hängegeranien und Rosenstöcke regelmäßig mit dem schwarzen Pulver.
Ladet euren Besuch doch öfter mal zu einem “Kaffee auf Balkon bzw. im Garten” ein, das bekommt so eine blühende Bedeutung.

Wie Oma darauf kommt, Kaffee-Satz an die Blumen zu geben?

Kaffee-Satz Trick No 1.

Ihre Mutter hat es auch so gemacht, wenn sie den Kaffee nicht gerade in getrocknetem Zustand als Brennstoff nutzte.

Kaffee-Satz Trick No 2.

Sie/ man spart sich den Weg zum (Bio-)Müll bzw. Kompost und die Blumen freuen sich.

Kaffee-Satz Trick No 3.

Kaffee-Satz gilt bei Topf-Pflanzen und Blumen als präventives Mittel gegen Trauermücken, Schnecken, Schädlinge und Ungeziefer.

Kaffee-Satz Trick No 4.

Als Kompostbeigabe. Kaffee-Satz zieht Regenwürmer an und wirkt somit bodenauflockernd in Wühllöcher eingestreut als Widersacher gegen Wühlmäuse.

Kaffee-Satz Trick No 5.

Der Dünge-Trick. Kaffee-Satz hilft nicht nur der Lockerung, auch dem Aufbau des Bodens. Bei seiner Zersetzung entstehen humusbildende Stoffe. Nährstoffe wie Kalium, Stickstoff und Phosphor fördern den Stoffwechsel der Pflanzen und Blumen und somit auch Blüten- und Wurzelwachstum sowie die Samenbildung. Darüber hinaus wird einer Blattverfärbung oder dem Absterben von Blättern vorgebeugt. Umweltverträglich, frei von Schadstoffen und obendrein praktisch umsonst – da kann kaum ein anderer Dünger mithalten.

Zusatz-Trick: Bananenschalen mit Kaffee-Satz und Olivenöl vermischen und in die Erde einharken. Noch mehr Nährstoffe, noch mehr Pflanzen-Besuch.

Ein weiterer Pluspunkt. Kaffee-Satz gilt als leicht sauer, was den pH-Wert der Erde senkt, in die er verarbeitet wird. Dies ist nur bei Haushalten mit kalkhaltigem Wasser und bei Pflanzen, die sauren Boden bevorzugen, wie z.B. Moorbeeten sinnvoll.

Am besten machen sich eure getrockneten Kaffee-Reste an Blumen, wie Rosen, Geranien, Hortensien, Azaleen, Engelstrompeten oder Rhododendren. Getrocknet, weil, wie ihr sicher schon festgestellt habt, nasser Kaffee-Satz zur Schimmelbildung neigt. Das schwarze Restgold also am besten in einem Aufbewahrungsbehälter offen lagern.

Ihr trinkt nicht genug Kaffee, um all eure Pflanzen mit Satz zu verwöhnen? Dann fragt doch mal beim nächsten Besuch in eurem Lieblingscafé, ob sie welchen für euch übrig haben.

Kaffeesatz als Düngemittel

Credit: www.coffehousecafe.blogspot.de

P.S. Wir sind uns nicht sicher, ob eure Oma das hier auch wusste Kaffee-Satz:

a, hilft in Verbindung mit Seife als Waschpaste bei stark verschmutzten Händen.
b, wird in Japan als Peeling zur Gesichtspflege verwendet.
c, kann (nach orientalischer Art) auch mitgetrunken werden. Im Körper befindliche Schadstoffe binden sich an ihn und können so ausgeschieden werden.

Jetzt könnt ihr den einen oder anderen Trick eurem Besuch oder euren Kindern erzählen.

Doch genug der Sätze. Probiert es einfach aus!