Trend Obst- und Gemüsekisten: Was bringt es, sich Natur nach Hause liefern zu lassen?

Sich Obst und Gemüse nach Hause liefern zu lassen ist hip.

Was bringt es, sich Obst und Gemüse nach Hause liefern zu lassen?

Sich Essen liefern zu lassen ist nicht neu, Pizza, Sushi und Co. kommen per Klick schon lange bis an unsere Haustür. Aber frisches Obst und rohes Gemüse in Kisten? Diesen Food-Trend, ein Kind des Nachhaltigkeitsgedanken, haben wir uns mal genauer angesehen…

Egal ob sie “Öko-Kiste”, “Bio-Kiste” oder “Gemüse-Abo” heißen, die Angebote funktionieren nach demselben Prinzip. Auf der Website des Anbieters könnt ihr ein Abo abschließen. Sofern ihr in dessen Einzugsgebiet lebt, bekommt ihr regelmäßig Bio-Lebensmittel geliefert, bis ihr kündigt. Ihr bestimmt, wie häufig die Kisten anrollen und was genau sich darin tummelt. Das Grundsortiment besteht aus regionalem und saisonalem Gemüse wie Salate, Möhren, Kräuter, Tomaten, Kürbisse, Zucchini, Kohl und Obst wie Äpfel, Birnen, Heidelbeeren, Pflaumen, Kirschen auf Wunsch werden die Kisten aber auch mit Backwaren, Eiern, Honig, Marmeladen, Fleisch- und Milchprodukten befüllt. Dabei arbeiten die Lieferanten mit regionalen Partnern zusammen. Es gibt aber auch Anbieter, da könnt ihr sogar mehrere Tausend Produkte dazu bestellen – Säfte, Nudeln, Kekse und sogar Kosmetika. Der Supermarkteinkauf ins Haus quasi.

Vorteile:

Zeit- und Stressersparnis:
Ihr erspart euch nicht nur viel Zeit, auch das Schleppen schwerer Einkaufstüten. Gerade für ältere oder beruflich stark eingespannte Menschen ist der Bringservice eine echte Hilfe.

Regionale Bio-Qualität:
Viele Kisten-Lieferdienste bieten nur Produkte an, die mindestens ein EU-Bio-Siegel haben. Die Erzeuger werden staatlich geprüft, müssen ihren Tieren mehr Platz bieten als konventionelle Betriebe und dürfen weder Gentechnik noch chemische Pflanzenschutzmittel oder Mineraldünger verwenden. Viele Produkte aus den Kisten entsprechen sogar den Bioland- oder Demeter-Regeln.

Support your local heroes:
Durch den Kauf regionaler Produkte unterstützt ihr die ökologische Landwirtschaft in eurer Nähe. Das zeigt, dass auch kleine, überschaubare Strukturen mit dem Direktverkauf von bäuerlichen Produkten erfolgreich sein können. Einige sind besonders streng und lassen beispielsweise nur biologisches Tierfutter zu. Ihr tut euch also damit auch selbst was Gutes!

Kurzum: Ihr unterstützt kurze Lieferwege, eine Alternative zur industriellen Massenproduktion, naturnahe oder ökologische Erzeugung, Transparenz, Stärkung der regionalen Landwirtschaft sowie die Schonung der Umwelt. Doch genau bei letzterem liegt der Hase im Bio-Pfeffer.

Manko:

Die Anfahrtswege der Lieferwägen
Um eine einzelnen Kisten bis an eure Haustür zu liefern, benötigt ein kleiner Lieferwagen im Schnitt mehr Sprit, als ein LKW, der die Waren an eine zentrale Verkaufsstelle bringt. Im allerbesten Fall hat man also einen Wochenmarkt oder Hofladen in der Nähe, ohne dass der eigene Anfahrtsweg die Nachhaltigkeits-Intention ad absurdum führt. Falls dies nicht so sein sollte, stellen die gelieferten Bio-Kisten natürlich eine gute und ökologische Alternative zum Einkauf von eingeflogener Ware im Supermarkt dar.

Probiert es aus! Jetzt haben beispielsweise gerade Blaubeeren und Kirschen Saison. Die nächste Ökokiste in eurer Nähe findet ihr auf der Internetseite des Verbands oekokiste.de.

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