Apfelland: So schmeckt Südtirol

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Apfelland: So schmeckt Südtirol

Saftig und frisch liegen sie ganzjährig in der Obstabteilung unseres Supermarktes: Äpfel. Viele von Ihnen kommen aus Europa, jeder zehnte davon aus Südtirol. Golden Delicious, Gala und Co. finden an der Südseite der Alpen ideale Wachstumsbedingungen. Wie sie dahin kamen und was man Leckeres daraus machen kann, das erfahrt ihr hier:

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Credit: Südtirol Marketing/ Max Lautenschläger

Wie der Apfel nach Südtirol gelangte

Die ersten Apfelbäume haben sich in Kasachstan im mittleren Asien entwickelt. Dort stehen heute noch Wälder mit „Urapfelbäumen“. Die Hauptstadt Almaty, einst Alma Ata, bedeutet in der kasachischen Sprache: „Vater der Äpfel“. Über die Seidenstraße, einem uralten Handelsweg zwischen China und Griechenland, gelangten die Apfelbäume nach Westeuropa, wo die Griechen sie schließlich kultivierten und veredelten. Wie so vieles übernahmen die Römer die Äpfel von den Griechen und verbreiteten sie in den von ihnen eroberten Ländern – hauptsächlich im südlichen Europa.
Danach dienten Äpfel viele Jahrhunderte lang hauptsächlich zur Selbstversorgung bäuerlichen Familien. Die Beförderung des Obstes über die Landesgrenzen hinaus erfolgte mit Hilfe von Pferden, welche die Früchte über die Alpenpässe nach Norden trugen. So war die Errichtung der Eisenbahnlinie über den Brenner im Jahr 1867 war im wahrsten Sinne des Wortes bahnbrechend: Zu diesem Zeitpunkt galten Äpfel im Norden nämlich als Luxusgut, nun gelangten sie erstmals bis zu den Kaiserhöfen nach Wien, Berlin und St. Petersburg. Die erhöhte Nachfrage hatte die Gewinnung neuer Anbauflächen zur Folge. Ende des 19. Jahrhunderts wurden deshalb die ersten Magazine zur Lagerung der Ernte errichtet, die ersten Obstgenossenschaften entstanden.
Heute ist Südtirol das größte geschlossene Obstanbaugebiet in Europa. Es umfasst etwa 18.000 Hektar Anbaufläche auf Höhen von 250 bis 1000 Metern. Rund 8.000 Obstbaubetriebe erzeugen im Schnitt um die 960.000 Tonnen Tafeläpfel pro Jahr. Die Bezeichnung „Südtiroler Apfel“ ist ein von der EU geschützter Begriff, der Ursprung und Qualität der Früchte garantiert.

 

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Credit: Südtirol Marketing/ Max Lautenschläger

Was die Südtiroler aus dem Apfel machen

Natürlich sind die Südtiroler stolz auf ihre Äpfel, sie sind fester Bestandteil der heimischen Küche. Und zwar in flüssiger und in fester Form:

Apfelsaft vom Berg

Von Natur aus wachsen Äpfel eher im Tal. Bei Bergäpfeln – wie es sie in Südtirol gibt – ist das anders. Sie mögen die intensivere Sonneneinstrahlung und den kühlen Wind in der Höhe, wachsen teilweise auf über 900 Metern Seehöhe, z.B. am sogenannten “Ritten” Berg. Beim Obsthof Troidner auf dem Ritten kann man Bergäpfel nicht nur vor einem atemberaubenden Panorama bewundern, sondern auch den Saft daraus probieren, und ja, sogar dessen Enstehungsprozess verfolgen. Sechs reinsortige Bergapfelsäfte, also aus einer einzigen Apfel-Sorte, und sechs Cuvées aus Bergapfelsaft mit passenden Partnern – Beere, Frucht oder Gemüse – verfeinert.

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Credit: Südtirol Marketing/ Max Lautenschläger

Spezialität Apfelstrudel

Und noch ein anderer Ausflug lohnt sich vor Ort: Oberhalb von Brixen in der Ferienregion Eisacktal, wird vom 7. bis 16. Oktober wird alljährlich die Sunnseitn-Apfelwoche gefeiert, ein traditionelles Fest auf der Sonnenseite (Sunnseitn) der Alpen. Umzug, Musikkapellen, die Wahl der Apfelkönigin, eine Region feiert ihren Botschafter, den Apfel – zur Erntedankzeit.
Geführte Wanderungen durch das Eisacktal dagegen bedürfen keines besonderen Anlasses, ebenso wenig wie die Verköstigung von Apfelstrudel oder -Schmarren. Die Kombination aus beidem ist auf dem Hochplateau Natz-Schabs möglich: Bei Spaziergängen können Apfelgerichte verkostet werden, wenn das mal nichts ist.

Südtirol ist also nicht nur Apfelland, sondern auch ideal für Urlaub mit Kindern. Wie gut, das zeigt dieser Reisebericht einer alleinerziehenden Mama. Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, den kann nur noch eines lockern: Apfelstrudel – ganz einfach zu Hause probieren mit frischen Südtiroler Äpfeln aus dem Supermarkt.

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Credit: Südtirol Marketing